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Winterhude

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Basisdaten
Bundesland: Hamburg
Bezirk: Hamburg-Nord
Fläche: 7,6 km²
Einwohner: 48421 (2002)
Bevölkerungsdichte: 6371 Einwohner je km²
Vorwahl: 040
Kfz-Kennzeichen: HH
Ecke Maria-Louisen-Straße / Dorotheenstraße.
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Ecke Maria-Louisen-Straße / Dorotheenstraße.


Winterhude ist ein Stadtteil von Hamburg im Bezirk Hamburg-Nord.

Inhaltsverzeichnis

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Geschichte

1259 erstmalig urkundlich erwähnt, wurde Winterhude erst Mitte des 19. Jahrhunderts erschlossen. Maßgeblich daran beteiligt waren Johann Friedrich Bernhard Sierich im Norden Winterhudes und Julius Gertig, ein Hamburger Lotteriebetreiber vom Großen Burstah, im Süden. Nach beiden wurden Straßen in Winterhude benannt. 1859 wurde Winterhude mit einer Brücke über den Langen Zug mit Uhlenhorst verbunden. Aber erst die Aufhebung der Hamburger Torsperre 1861 leitetete den Aufschwung Winterhudes ein. 1874 wurde Winterhude zu einem Hamburger Vorort erklärt, die endgültige Eingemeindung fand aber erst 1894 statt. Erste Industriansiedlungen wurden 1875 registriert. Die Reismühlenfabrik "Nagel & Kaemp", welche später Hafenkräne herstellte, siedelte sich am Osterbekkanal an. Heute befinden sich auf dem Gelände moderne Bürobauten und die Kulturfabrik Kampnagel. Nach dem Rückzug der Industrie Mitte der 70er Jahre wurde Winterhude zu einer beliebten Wohngegend.


Bedeutende Persönlichkeiten

Die Entwicklung Winterhudes ist maßgeblich auf zwei Personen zurückzuführen.

Johann Friedrich Bernhard Sierich kaufte und erschloss die Grundstücke im Norden Winterhudes, hinüber zu Hamburg-Eppendorf. Bereits 1838 erwarb der Goldschmied Sierich einen der Winterhuder Höfe. Nach und nach wurde weiteres Gelände bis hin zur Außenalster gekauft. Sein Sohn Adolph erschloss diesen Besitz und legte Kanäle zur Entwässerung an. Teilweise ließ er noch Partien aufschütten. Die heute in dem Gebiet gelegenen Straßennamen weisen auf Familienmitglieder der Sierichs hin (Klärchenstraße, Willistraße). Adolph Sierich mehrte durch den Verkauf dieser Grundstücke sein Vermögen. Das im Stadtpark an der Hindenburgstraße gelegene Sierichsche Forsthaus geht auch auf die Familie Sierich zurück.

Julius Gertig engagierte sich ab 1857 im Süden Winterhudes. Der Lotteriebesitzer kaufte eine alte Hofstelle am Mühlenkamp und baute diese im Laufe der Jahre zu einem riesigem Ausflugslokal aus. Als besondere Attraktionen galten Tanzveranstaltungen und Kinderfeste. Eine Pferderennbahn (ungefähr der heutige Schinkelplatz) wurde auch gebaut. Ab 1859 legten an seinem Etablissement die Alsterdampfer an. Weiter finanzierte er eine Brücke über den Langen Zug und schuf somit eine Landverbindung zu Uhlenhorst. Ab 1906 wurden auf dem Gelände zwischen Mühlenkamp, Geibelstraße, Semperstraße und Gertigstraße neue Straßen angelegt und Häuser gebaut. Zur Blütezeit seiner Unternehmungen soll Gertig ein Vermögen von 5.000.000 Goldmark gehabt und vererbt haben. Durch die Wirrungen beider Weltkriege blieb nicht viel davon übrig und seine jüngste Tochter starb Anfang der 1950er Jahre in Armut.

Aufteilung

Winterhude, der Bevölkerungszahl nach einer der größeren Stadtteile Hamburgs, gliedert sich in vier verschiedene Zonen:

Winterhude Süd (Außenalster, Mühlenkamp, Gertigstraße, Barmbeker Straße, südlicher Stadtpark) Bestimmt von der westlich gelegenen Villenbebauung. Der Mühlenkamp in östlicher Richtung kann als Grenze angesehen werden. Hier erschließt sich rund um den Schinkelplatz eine klassische Mehrfamilienhausbebauung. Als Zentrum des südlichen Winterhudes können der Mühlenkamp und die Gertigstraße angesehen werden.

Winterhude Nord (Winterhuder Marktplatz, Alsterdorfer Straße, Carl-Cohn-Straße, nördlicher Stadtpark) Erschließt sich nördlich des Winterhuder Marktplatzes. Das Zentrum bilden der Marktplatz selbst und die Alsterdorfer Straße, welche mit vielen kleinen Geschäften aufwartet. Die Bebauung stammt teilweise noch aus der Zeit der Jahrhundertwende.

Jarrestadt (Barmbeker Straße, Saarlandstraße, Weidestraße, Jarrestraße) Kann fast als eigenständiges Viertel angesehen werden. Es war wohl eins der größten sozialen Wohnungspauprojekte des 20. Jahrhunderts in Hamburg. Am Reißbrett wurde die gesamte Siedlung geplant und ab 1926 auch gebaut. Vom Feuersturm 1943 blieb die Jarrestadt fast vollständig verschont, obwohl die Werksanlagen von Kampnagel (Herstellung von Kränen und Ladegeschirr, 1939-1945 auch für die Rüstung tätig), unmittelbar an die Jarrestadt grenzen.

Planetarium im Stadtpark
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Planetarium im Stadtpark

Bauwerke

Der Wasserturm mit Planetarium im Stadtpark. Südlich des Stadtparkes schließt sich die Jarrestadt an.

Die Ev. luth. Matthäuskirche erhielt zwischen 1961 und 1972 ihre Gesamtverglasung von Charles Crodel.

Parks

In Winterhude befindet sich der Hamburger Stadtpark mit dem Planetarium

Sport

Leichtathletikstadion: Jahnkampfbahn im Stadtpark, Fußballstadion am Borgweg, Sporthalle Hamburg, Leichtathletikhalle Hamburg (im Bau), Fußballplatz am Hainbuchenweg.

Sportverein: VfL 93 Hamburg (Badminton-Bundesliga, ehemals Fußball-Regionalliga)

Weblinks



  • http://www.roteswinterhude.de Auf dieser Seite findet sich eine baugeschichtlich und historisch sehr interessante download-Seite mit vielen Anmerkungen. Die Broschüre heißt Winterhude von der Sommerfrische zur Hi Tech Domäne. Versuch einer Geschichtsbetrachtung von unten 1250-2002, 65 Seiten, viele Tabellen.


Koordinaten: 53°36'00 N 10°00'00 O

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