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Wilhelmsburg

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Basisdaten
Bundesland: Hamburg
Bezirk: Harburg
Fläche: 35,3 km²
Einwohner: 47857 (2002)
Bevölkerungsdichte: 1357 Einwohner je km²
Vorwahl: 040
Kfz-Kennzeichen: HH

Wilhelmsburg ist ein Stadtteil und Ortsamtsgebiet Hamburgs im Bezirk Harburg. Wilhelmsburg ist der flächenmäßig größte Hamburger Stadtteil und hat nach Rahlstedt, Billstedt, Eimsbüttel, Bramfeld und Winterhude die sechstgrößte Einwohnerzahl. 22,7% der Bevölkerung sind jünger als 18 Jahre (Hamburg: 16%), 34,2% sind Ausländer (Hamburg: 15,3%).

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Inhaltsverzeichnis

Geografische Lage

Zusammen mit den Stadtteilen Steinwerder, Kleiner Grasbrook und Veddel des Bezirks Hamburg-Mitte liegt der Stadtteil Wilhelmsburg auf einer Flussinsel inmitten der Elbe. Diese Insel Wilhelmsburg, in ihrer Gesamtheit nach dem Stadtteil genannt, wird auch als größte Flussinsel Europas bezeichnet – ein Superlativ, der allerdings auch für die Große Schüttinsel in der Donau in Anspruch genommen wird. Am südöstlichen Ende Wilhelmsburgs teilt sich der Fluss in die Norder- und die Süderelbe auf. Im Nordwesten der Insel, der Teil des Hamburger Hafens ist, fließt die Elbe wieder zusammen.

Geschichte

Am 4. September 1672 erwirbt Georg Wilhelm von Braunschweig-Lüneburg-Celle drei große Elbinseln, die darauf hin eingedeicht und durch Verbindungsdeiche vereint werden. Sie tragen fortan den Namen Wilhelmsburg. Die längste und eine der wichtigsten Straßen Wilhelmsburgs erinnert heute noch als Georg-Wilhelm-Straße an den Gründer.

Der heutige Stadtteil Wilhelmsburg entspricht - mit Ausnahme des Dorfes Moorwerder an der Südostspitze der Insel - der gleichnamigen preußischen Stadt (seit 1925 Stadtkreis) innerhalb der Provinz Hannover. Diese wurde 1927 mit dem benachbarten Stadtkreis Harburg zum Stadtkreis Harburg-Wilhelmsburg vereinigt, der ca. 110.000 Einwohner hatte und somit Großstadt war. Durch das Groß-Hamburg-Gesetz wurde Harburg-Wilhelmsburg mit Wirkung vom 1. April 1938 zusammen mit anderen Gemeinden Preußens in den Staat Hamburg eingegliedert und mit allen dortigen Gemeinden zur "Hansestadt Hamburg" vereinigt.

Schlaglichter

  • 17. Februar 1962: Bei einer Sturmflut sterben über 300 Menschen, die Mehrzahl davon kommt aus Wilhelmsburg.
  • 26. Mai 2000: Der sechsjährige Junge "Volkan K." wird durch einen Kampfhund getötet. Das bundesweite Echo auf diesen Vorfall führt zu diversen Gesetzesänderungen.
  • Mai 2001 bis März 2002: Die Zukunftskonferenz Wilhelmsburg erarbeitet umfassende und qualifizierte Forderungen zur Entwicklung des Stadtteils. Die intensive Beteiligung der Bewohner Wilhelmsburgs ist beispielhaft. Die Ergebnisse dieser Konferenz können in Form eines "Weissbuchs" als pdf-Datei heruntergeladen werden: [1]
  • Juli 2003: Internationale Entwurfswerkstatt zum Thema Sprung über die Elbe (und nach Wilhelmsburg). [2]
  • 15. August 2004: Wilhelmsburg feiert das "Spreehafenfest" sowie das "Fest der Kulturen". [3]
  • 27. September 2004: Die Handelskammer Hamburg und der Wirtschaftsverein für den Hamburger Süden stellen unter dem Titel "Leben und Arbeiten im Herzen Hamburgs - Entwicklungsperspektiven für die Elbinsel" ein eigenes Entwicklungskonzept für Wilhelmsburg vor.
  • 2005: Europäische Solar-Bauausstellung in Hamburg-Wilhelmsburg. [4]
  • 2013: Internationale Gartenbauausstellung sowie Internationale Bauausstellung in Wilhelmsburg. [5]


Kultur und Sehenswürdigkeiten

Naturdenkmäler

Im Naturschutzgebiet Heuckenlock beherbergt Wilhelmsburg einen der letzten Tideauenwälder Europas. Er liegt am Südufer der Elbinsel ca. einen Kilometer flussabwärts hinter der Bunthäuser Spitze, an der sich Norder- und Süderelbe teilen.

Literatur

Ernst Reinstorff, Geschichte der Elbinsel Wilhelmsburg : Von Urbeginn bis zur Jetztzeit, Zukunft Elbinsel Wilhelmsburg e.V., 2003 (Erstauflage 1955), ISBN 3-8334-0282-2


Weblinks

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Das Insel-Radio

http://www.das-insel-radio.de



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