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Waltershof

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Basisdaten Finkenwerder und Waltershof
Bundesland: Hamburg
Bezirk: Hamburg-Mitte
Fläche: 28,6 km²
Einwohner: 11689 (2002)
Bevölkerungsdichte: 409 Einwohner je km²
Vorwahl: 040
Kfz-Kennzeichen: HH

Waltershof ist ein Hamburger Stadtteil im Bezirk Hamburg-Mitte. Er liegt im westlichen Teil des Hamburger Hafens und besteht fast ausschließlich aus Hafen- und Industrieanlagen. Da er nur wenige Einwohner hat, erhebt die Stadt Hamburg die statistischen Daten für Waltershof und das westlich benachbarte Finkenwerder gemeinsam.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Geografische Lage

Die frühere Insel Waltershof liegt am Südufer der Unterelbe westlich der Einmündung des Köhlbrands. Nach Süden und Westen wurde Waltershof durch den Köhlfleet begrenzt. Dessen südlicher Teil wurde Mitte des 20. Jahrhunderts zugeschüttet, so dass Waltershof heute eine Halbinsel bildet, die an das südlich benachbarte Altenwerder anschliesst. Der Ansatz des südlichen Arms des Köhlfleets ist heute das Hafenbecken Dradenauhafen. Der Köhlfleet und die Aue grenzen die Insel Waltershof heute noch zur Insel Finkenwerder ab.

Ein großer Teil der Fläche Waltershofs besteht aus Hafenbecken. Am Hauptstrom der Elbe liegt der Parkhafen, von dem der Petroleumhafen, der Griesenwerder Hafen und Waltershofer Hafen abgehen. Im Bereich des früheren Maakenwerder Hafens im Nordosten der Insel, der durch den Maakendamm vom Köhlbrand abgegrenzt war, liegt heute die südliche Einfahrt des Neuen Hamburger Elbtunnels. Die Betonelemente für dessen Röhren wurden im westlich davon gelegenen Mühlenwerder Hafen gegossen, der anschließend zugeschüttet wurde; hier befindet sich heute das Container-Terminal Waltershof. Vom Waltershofer Hafen gibt es einen Durchlass zum kleinen Rugenberger Hafen (unter der Westrampe der Köhlbrandbrücke), der durch die Rugenberger Schleusen mit dem Köhlbrand verbunden ist. Am Köhlfleet liegen der Dradenauhafen und der Köhlfleethafen.

Benachbarte Stadtteile

Im Norden grenzt der Stadtteil Waltershof an die jenseits der Elbe gelegenen Stadtteile Othmarschen, Ottensen und Altona-Altstadt, im Osten an Steinwerder jenseits des Köhlbrands, im Süden an Altenwerder und im Westen an Finkenwerder.

Wirtschaft und Infrastruktur

Die Köhlbrandbrücke, rechts das Waltershofer Ufer mit dem Freihafenzaun
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Die Köhlbrandbrücke, rechts das Waltershofer Ufer mit dem Freihafenzaun

Verkehr

In Waltershof liegt die südliche Rampe des neuen Elbtunnels mit einer Anschlusstelle der Bundesautobahn 7.

Seit 1974 verbindet die 54 m hohe Köhlbrandbrücke Waltershof mit der Nachbarinsel Neuhof in den Stadtteilen Steinwerder und Wilhelmsburg. Die Brücke ist ein Teil des Freihafens, dessen östlichen und westlichen Teil sie verbindet; sie ist nur für Kraftfahrzeuge zugelassen.

In Waltershof liegt der Güterbahnhof Hamburg-Waltershof der Hamburger Hafenbahn, von deren umfangreichen Gleisanlagen der Stadtteil durchzogen wird. Eisenbahnanlagen für den Personenverkehr gibt es in Waltershof nicht.


Öffentliche Einrichtungen

An der Nordwestspitze Waltershofs, dem Seemannshöft, sind eine Lotsenstation mit ihrem charakteristischen Radarturm und der Hamburger Schiffsmeldedienst ansässig. Im Stadtteil liegt außerdem das Klärwerk Dradenau der Hamburger Stadtentwässerung.

Das Zollamt Waltershof betreibt eine der modernsten Container-Prüfanlagen. Weitere Zollstationen befinden sich an der Zellmannstraße und am Köhlfleetdamm.

Wirtschaft

Der Nordosten Waltershofs ist als Freihafen, d.h. als zollrechtliches Ausland, ausgwiesen und bildet den neueren, westlichen Teil des Hamburger Freihafens. Hier gibt es zwei umfangreiche Containerterminals für den Güterumschlag mit Containern von und auf Seeschiffe. Die älteste Anlage ist das Container-Terminal Waltershof mit dem Burchardkai (am Waltershofer Hafen und Parkhafen) und dem Athabaskakai an der Elbe. Die zweite große Anlage ist das Eurogate-Terminal mit dem Predöhlkai am Waltershofer Hafen. Es wurde in den 1990er Jahren erweitert und dafür der Griesenwerder Hafen (mit den Liegeplätzen am Stoltenkai und Diestelkai) zugeschüttet. Bis 2009 soll das Eurogate-Terminal auf dem Gelände einer Anfang der 90er Jahre aufgegebenen Raffinerie nach Nordwesten bis zum Petroleumhafen erweitert werden.

An den Umschlagsanlagen sind zahlreiche Unternehmen tätig, die größten sind die Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) und die zur Eckelmann-Gruppe gehörende Eurokai KGaA.

Außerhalb des Freihafengebiets befinden sich, im Umfeld des Petroleumhafens, große Tankanlagen für Erdölprodukte und Alkohol. Gegenüber der Kläranlage steht ein kleines Stahlwerk der zur Unternehmensgruppe Mittal Steel gehörenden Hamburger Stahlwerke, das Stahl aus Schrott produziert und mit dem Amsterdamer Kai am Dradenauhafen ebenfalls wasserseitig erschlossen ist.

Weblinks


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