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Lemsahl-Mellingstedt

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Basisdaten
Bundesland: Hamburg
Bezirk: Wandsbek
Fläche: 7,9 km²
Einwohner: 6956 (2003)
Bevölkerungsdichte: 877 Einwohner je km²
Postleitzahl: 22397
Vorwahl: 040
Kfz-Kennzeichen: HH

Lemsahl-Mellingstedt ist ein Stadtteil der Hansestadt Hamburg im Bezirk Wandsbek. Es ist eines der Walddörfer.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

  • In der Steinzeit und Bronzezeit wird bereits auf dem Gebiet Lemsahl-Mellingstedts gesiedelt, worauf die Grabhügel im Randgebiet des Wittmoors hinweisen.
  • 1271 werden Lemsahl und Mellingstedt erstmals urkundlich erwähnt. Ein Hamburger Bürger stiftet Einkünfte aus mehreren Dörfern für eine Vikarie am Hamburger Dom, darunter Einkünfte aus "Mellinghestede und Lemsole".
  • Im Jahre 1275 verkauften die Gebrüder v. Heynbroke an das Harvstehuder Kloster in Mellingstedt 1 Hufe und bestätigten 1276 den von den Gebrüdern v. Haghen ebendaselbst geschehenen Verkauf von 2 Hufen an dasselbe Kloster. 1271 besaß das Hamburger Domcapitel in Mellingstedt 2 Hufen.
  • Seit dem 15. Jahrhundert gehören die beiden Siedlungen zum alten landesherrlichen Amt Tremsbüttel.
  • Ab 1693 kommen Lemsahl und Mellingstedt wirtschaftlich zum neu gebildeten Kanzleigut Tangstedt, dem bis in das Jahr 1848 Frondienste geleistet werden müssen. Häufige und heftige Streitigkeiten zwischen den Bauern und den Besitzern von Gut Tangstedt um die weitere Erbringung von Hand- und Spanndiensten, den Frondiensten, ziehen sich bis 1876 hin. Seit 1876 müssen die Besitzer vom Gut Tangstedt dann endgültig auf sämtliche Hand- und Spanndienste verzichten.
  • Die mit der Trilluper Hufe verbundene Ziegelei und Töpferei hat in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts große Bedeutung. Nach dem großen Hamburger Brand von 1842 werden viele Gebäude mit den gelben Trilluper Ziegeln wiederaufgebaut.
  • 1864 führen Preußen und Österreich zur Befreiung Schleswig-Holsteins Krieg gegen Dänemark.
  • 1867: Die bisher dänischen Herzogtümer Schleswig-Holstein werden preußische Provinz. Die Dörfer Lemsahl und Mellingstedt werden dem Kreis Stormarn zugeteilt. Lemsahl und Mellingstedt bilden seitdem eine Dorfgemeinde.
  • 1876: Lemsahl und Mellingstedt werden unabhängig von der Gutsherrschaft Tangstedt und im August 1876 freie Gemeinden.
  • 1889: Mit der endgültigen Einführung der preußischen Kommunalverfassung kommt Lemsahl-Mellingstedt zum Amtsbezirk Tangstedt im Kreis Stormarn.
  • 1937 wird Lemsahl-Mellingstedt im Rahmen des Groß-Hamburg-Gesetzes nach Hamburg eingemeindet.
  • Die alten Dorfstrukturen sind noch heute erkennbar. Die Hofstelle auf dem hohen Alsterufer entwickelte sich zum Gutshof Treudelberg und wird heute als Hotel und Golfplatz genutzt.

Religionen

Einwohnerentwicklung

Kultur und Sehenswürdigkeiten

  • Grabhügel der Stein- und Bronzezeit am Rand des Wittmoors.

Bauwerke

  • Gedenkstein zur Erinnerung an das Konzentrationslager Wittmoor, das von März bis Oktober 1933 als erstes Hamburger Konzentrationslager bestand.

Naturdenkmäler

Sport

  • Lemsahler Sportverein von 1968, der "LSV". 2004 wurde die neue Sportanlage am Eichelhäherkamp mit Sporthalle, Plätzen und Vereinshaus eröffnet. Fußball auf 2 Plätzen (ein Grantplatz und ein Rasenplatz), Tennis auf 4 Sandplätze. Außerdem beim LSV Jazz Dance in der Grundschule Redderbarg
  • Golf Club Treudelberg

Regelmäßige Veranstaltungen

  • Osterfeuer des Heimatbundes Lemsahl-Mellingstedt am Eichelhäherkamp
  • traditionelles Oktoberfest der freiwilligen Feuerwehr Lemsahl-Mellingstedt

Wirtschaft und Infrastruktur

  • 1 Supermarkt, 1 Drogeriemarkt, 1 Apotheke, 5 Arztpraxen, 1 Zahnarzt
  • Poststelle im Supermarkt am Tannenhof
  • Einziger Briefkasten mit Sonntagsleerung (8 Uhr 15) Ecke Lemsahler Landstraße - Kuhredder
  • Hotel Treudelberg
  • 7 Restaurants

Verkehr

  • An das Hamburger öffentliche Verkehrsnetz angebunden durch die HVV Buslinien 176 und 276, sporadisch 376.
  • Im Aufbauplan 1960 war eine Verlängerung der S-Bahn von Poppenbüttel nach Lemsahl-Mellingstedt vorgesehen. Diese Planung wurde 1973 im Flächennutzungsplan ersetzt durch die Idee einer Verlängerung nach Bergstedt, da die geplanten Bauverdichtungen in Lemsahl-Mellingstedt zurückgenommen wurden. Doch auch daraus wurde nichts. Die S-Bahn endet nach wie vor in Poppenbüttel

Schule

  • Grundschule Lemsahl-Mellingstedt im Redderbarg, die - 1785 gegründet - 2005 ihr 225 jähriges Jubiläum feierte. Mit 405 SchülerInnen und 24 LehrerInnen (Juni 2005) eine der größten Grundschulen der Walddörfer und Hamburgs insgesamt.

Söhne und Töchter von Hamburg-Lemsahl-Mellingstedt

Sonstiges

  • "Haus Trillup" im Sarenweg ist eine Einrichtung der Behindertenhilfe Hamburg BHH für Menschen mit geistiger Behinderung. 40 Frauen und Männer leben in 6 betreuten Wohnungen. Die überwiegende Zahl der Bewohner geht einer Arbeit in einer Werkstatt nach. Das Haupthaus wurde ca. 1895 als "Herrenhaus Trillup" erbaut.
  • Childrens International Summer Villages(CISV) im Sarenweg
  • Das "Pavillondorf Fiersbarg" und die "Wohnunterkunft Mellingstedt" An der Alsterschleife (Ehem. Gasthof "Zur Alsterschlucht", 1897 von Richard Jungclaus erbaut) von pflegen & wohnen - einem Unternehmen der Freien und Hansestadt Hamburg - sind Einrichtungen für Wohnungslose und Zuwanderer.
  • Jugendhaus-Lemsahl, genannt "JuLe", des CVJM-Oberalster

Bürgeraktivitäten

  • Der Heimatbund Lemsahl-Mellingstedt ist mit 640 Mitgliedern (2004) Hamburgs zweitgrößter Bürgerverein und feiert am 11. Februar 2004 sein 40-jähriges Bestehen.
  • Freiwillige Feuerwehr Lemsahl-Mellingstedt von 1890

Literatur

Weblinks

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Heimatbund Lemsahl-Mellingstedt
Homepage des Heimatbundes Lemsahl-Mellingstedt
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http://www.heimatbund-lm.de/



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