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Hausbruch

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Basisdaten
Bundesland: Hamburg
Bezirk: Harburg
Fläche: 11,2 km²
Einwohner: 17.371 (2003)
Bevölkerungsdichte: 1554 Einwohner je km²
Höhe: 4 bis 79 m ü. NN
Postleitzahl: 21147,21149
Vorwahl: 040
Geografische Lage:
Koordinaten: 53° 28' n. Br.,9° 53' ö. L.
53° 28' n. Br.,9° 53' ö. L.
Kfz-Kennzeichen: HH

Hausbruch ist ein Stadtteil im Ortsamtsbereich Süderelbe, Bezirk Harburg in Hamburg. Nördlich von ihm liegen die Stadtteile Francop und Moorburg, im Osten grenzt er an Heimfeld und im Westen an Neugraben-Fischbek. Im Süden grenzt er an den Ort Ehestorf der niedersächische Gemeinde Rosengarten.

Der Name Hausbruch kommt von der Gebühr Hür (Heuer) oder vom Pächter Hürer und der hintere Teil stammt von einem Bruchwald (Brook). Die Theorie, dass der Name vom "Haus im Bruch" abstammt wurde von Artur Conrad Förste aus Moisburg 1973 widerlegt.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Die heutigen Stadtteilgrenzen sind:

  • Zu Heimfeld: der Ehestorfer Heuweg, Cuxhavener Straße, Autobahn 7.
  • Zu Neugraben-Fischbeck: Der Falkenbergsweg, Scharpenbargsweg, Rehrstieg, Francoper Straße.
  • Zu Francop und Moorburg bildet die Moorburger Landscheide (Fluss) eine natürliche Grenze.

Hausbruch liegt an der Grenze zwischen Marsch und Geest. Die höchsten Erhebungen sind der Reiherberg (79,2 m), der Bredenberg (69,8 m), der Falkenberg (64,8 m), der Kaiserstuhl (64,7 m) und der Wulmsberg (64,0 m).

Hausbruch bestand aus drei Ortsteilen: Altwiedenthal (südlich der B 73), Neuwiedenthal (nördlich der B 73, heute eher nur für den nordwestlichsten Teil Hausbruchs geläufig) und Dubben (östlich der heutigen Waltershofer Straße).

Geschichte

  • Um 1545 läßt Herzog Otto I. von Harburg eine Schäferei errichten (ungefähr beim heutigen Jägerhof).
  • Hausbruch wird erstmals 1553 urkundlich erwähnt. (Quelle: Harburger Anzeigen und Nachrichten vom 19. Dezember 2000).
  • Durch den Bau der Unterelbebahn 1881 wurde es für die Industrie lukrativ, sich in Hausbruch anzusiedeln.
  • 1. November 1896 eröffnet die erste Schule.
  • 1898 Gründung des Schützenvereins.
  • Am 15. Januar 1899 wurde der Bahnhof Hausbruch an der Niederelbebahn Harburg-Cuxhaven eröffnet. Seit diesem Zeitpunkt war Hausbruch ein Ausflugsort für naturliebende Hamburger. Die Bedeutung als Naherholungsgebiet nahm aber immer mehr ab. Heute (2004) findet man nur noch Spuren davon (Hotel Sennhütte, Hamburg-Blick).
  • 1900 gab es 400 Einwohner, 1903 ca. 450 Einwohner; 1905 gab es 558 Einwohner. Chronisten vermerken, das kein Ort im Landkreis Harburg ein so großes Bevölkerungswachstum hatte.
  • 1901 die Schule zieht an in ihre heutigen Platz. Es gab 89 Schüler, 1910 gibt es 143 Schüler.
  • An 11. Dezember 1911. Die Hausbruch Neugrabener Turnerschaft wird gegründet.
  • Im Winter 1913/1914 wurden 5000 kg Schnee mit der Bahn aus dem Harz nach Neugraben gebracht um sie dann auf die Rodelbahn am Opferberg aufzubringen.
  • 1917 wurde bei einer Brunnenbohrung im südlichen Hausbruch in den Harburger Bergen Kohle gefunden; im Bergwerk Robertshall wurde von 1919 bis 1921 die Kohle für die Harburger Phoenix AG gefördert. Heute lassen sich nur noch die eingestürzten Stollen anhand von kraterartigen Vertiefungen am Rande des Ehesdorfer Heuwegs vorfinden, sowie das Fundament der Wäscherei.
  • 1929 Die Heideburg (ein ehemaliges Ausflugslokal) wird evangelisches Jugendheim.
  • Seit dem 1. April 1938 gehört Hausbruch durch das Groß-Hamburg-Gesetz zu Hamburg.
  • In den 1960er und 1970er wurden das Neubaugebiet Neuwiedenthal gebaut (überwiegend Hochhäuser). In Neuwiedenthal leben etwa 2/3 der Hausbrucher Bevölkerung.
  • 1959 Hausbruch erhält eine eigene Kirche.
  • Am 22. Juli 1975 ereignete sich ein schweres Zugunglück bei dem 70 Menschen verletzt wurden und 11 Menschen starben [1]
  • Am 4. August 1984 wurde die S-Bahn Linie 3 bis nach Neugraben eingeführt. Es entstand am Westrand von Hausbruch der S-Bahnhof Neuwiedental. Der Bahnhof Hausbruch wurde geschlossen und das Gebäude abgerissen.
  • 1986 wird die Heideburg zur Rudolf Steiner Schule.
  • Um 2000 der Tante-Emma-Laden "Prigge" in der Hausbrucher Bahnhofstraße schließt nach 100 Jahren.
  • 2003 wird das Gastronomie- und Veranstaltungshaus Hornbachers geschlossen, durch den Verpächter an Lidl verkauft und zugunsten eines Supermarktes abgerissen. Das Hornbachers galt als letzte kulturelle Einrichtung des Stadtteils.

Religionen

Der Stadtteil hat die evangelische Thomasgemeinde. Zur ihr gehört seit 1979 auch die Kirche in Altenwerder.

Wirtschaft

Wohnwert

Alt-Hausbruch, der nördliche Bereich bis zum Moor und die bewaldeten Gebiete südlich der Cuxhavener Straße sind geprägt durch Einzel- und Reihenhausbebauung.

Neuwiedenthal besteht fast ausschließlich aus Hochhäusern und mehrgeschossigen Wohnhäusern. Die Sozialstruktur zwischen diesen beiden Bebauungsgebieten ist extrem unterschiedlich. Die Einzelhäuser werden überwiegend von Angehörigen der Mittelschicht bewohnt, während in den Hochhaussiedlungen Unterschichtsangehörige und Ausländer überproportional vertreten sind.

Durch die Lage zwischen den Harburger Bergen und dem Moor bietet Hausbruch seiner Bevölkerung naturnahes Wohnen in der Großstadt. Mieten und Grundstückspreise rangieren gemessen am Hamburger Durchschnitt im unteren Bereich (1750 -2000 €/m² Ein- und Zweifamilienhäuser aus Bestand, LBS Bausparkasse Hamburg 2005).

Verkehr

Die Bundesautobahn 7 und die Bundesstraße 73 gehen durch Hausbruch. Hausbruch ist durch die Line S3 der S-Bahn Hamburg, Bahnhof Neuwiedenthal angeschlossen.

Ansässige Unternehmen

Im Gewerbegebiet Hausbruch sind u.a. die Beiersdorf AG, das Briefverteilzentrum der Deutschen Post, Philips Semiconductors und das Logistikzentrum von Blume 2000 ansässig. Außerdem befindet sich in Hausbruch Hamburgs letzte funktionierende Reeperbahn (Tau-Werke), die Lippman GmbH.

Bildungseinrichtungen

Hausbruch besitzt die Grund-, Haupt- und Real-Schule Hausbruch und die Grundschule Lange Striepen. Ein Gymnasium und eine Gesamtschule befinden sich im Stadtteil Neugraben-Fischbek, sowie die Rudolf Steiner Schule Harburg im Ehestorfer Heuweg [2]

Freizeit- und Sportanlagen

Die Hausbruch Neugrabener Turnerschaft ist der einzige Sportverein in Hausbruch. Südlich der B73 beginnt die Haake ein Waldgebiet [3]. Die Waldjugend Hamburg e.V. betreibt im Wulmstal ein Gruppenhaus für Pfadfindergruppen, Jugendvereine und Schulklassen.

Entwicklung des Stadtgebiets

Ursprünglich war "Hausbruch" in die Bereiche Altwiedenthal, Dubben, Hausbruch und Neuwiedenthal unterteilt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Seit 1973 gibt es ein Kulturhaus am Ehestorfer Heuweg. Der Bildhauer Erich Gerer schnitzt in Hausbruch die Größte Eule (1984) und den größten Bär (2001) der Welt.

Regelmäßige Veranstaltungen

Jedes Jahr findet das Schützenfest [4] statt.

Literatur

  • Karsten Broockmann, Michael Zapf, Süderelbe - Region der Gegensätze 1996 ISBN 3929229358
  • Hans F. Cords Hausbrucher Geschichten, Altwiedenthal, Neuwiedenthal, Dubben, Lühmandruck, Verlag der "Harburger Anzeigen und Nachrichten", Hamburg, 1985
  • Hans F. Cords Hausbrucher Geschichten'Band 2, Unser Wohnort einst und heute, Lühmandruck, Verlag der "Harburger Anzeigen und Nachrichten", Hamburg, 1987

Weblinks


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