| Harburg in Hamburg | |
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| Basisdaten Bezirk | |
| Bundesland: | Hamburg |
| Geografische Lage: | Koordinaten: 53° 27' N, 9° 58' O53° 27' N, 9° 58' O |
| Fläche: | 161 km² (21% von Hamburg) |
| Einwohner: | 196.000 (Mai 2000) |
| Bevölkerungsdichte: | 1217 Einwohner je km² |
| Gliederung des Stadtgebiets: | 19 Stadtteile |
| Basisdaten Stadtteil | |
| Fläche: | 3,9 km² |
| Einwohner: | 20241 (2002) |
| Bevölkerungsdichte: | 5251 Einwohner je km² |
Harburg ist der Name eines Bezirks im Süden von Hamburg und eines Stadtteils in diesem Bezirk.
An den Bezirk Harburg grenzen im Norden der Bezirk Hamburg-Mitte und im Osten der Bezirk Bergedorf. Im Süden liegt der niedersächsische Landkreis Harburg und im Westen der Landkreis Stade.
An den Stadtteil Harburg grenzen die Stadtteile Neuland und Gut Moor im Osten, Wilstorf im Süden, Eißendorf und Heimfeld im Westen und Wilhelmsburg im Norden.
Inhaltsverzeichnis |
Harburg wird erstmals 1142 urkundlich als "Horeburg" ("Moorburg" - die Burg im Sumpf) erwähnt. Die Ursprünge der Horeburg gehen bis ca. 800 n. Chr. zurück.
Die Stadt gehörte bis 1937 zum Land Hannover bzw. zur preußischen Provinz Hannover. 1927 wurde sie mit der benachbarten Stadt Wilhelmsburg zur Großstadt Harburg-Wilhelmsburg vereinigt, welche ein eigenständiger Stadtkreis war. Dennoch blieb Harburg weiterhin Kreisstadt (Sitz) des Landkreises Harburg.
Durch das "Groß-Hamburg-Gesetz" der Reichsregierung von 1937 wurde der Stadtkreis Harburg-Wilhelmsburg zusammen mit den Stadtkreisen Altona und Wandsbek sowie anderen Gemeinden dem Staat Hamburg angeschlossen. Zum 1. April 1938 wurden dadurch alle bis dato mehr oder weniger selbständigen Städte und Gemeinden des Staates Hamburg zur Einheitsgemeinde Hamburg vereinigt. Der Verwaltungssitz des preußischen Landkreises Harburg verblieb dabei in Harburg.
Am 21. November 1944 wurde die Harburger Innenstadt durch einen alliierten Luftangriff zerstört. Da das Kreishaus des Landkreises Harburg auch zerstört wurde, verlor Harburg den Sitz der Kreisverwaltung an Winsen (Luhe).
1949 wurde in Harburg ein Obusbetrieb als Ersatz für zwei stillgelegte Straßenbahnlinien eingerichtet, der bis 1958 bestand. Im Mai 1971 verlor Harburg seine letzte Straßenbahnverbindung, die Linie 11. Dafür wurde 1983 der S-Bahn-Tunnel unter der Harburger Innenstadt in Betrieb genommen.
Harburg gilt einerseits als Boom-Region innerhalb Hamburgs, die neben neuen Bürohochhäusern durchaus angenehme, durchgrünte Wohnviertel bietet. Anderseits hat Harburg den großen Strukturwandel vom Industrie- zum Dienstleistungs- und Einkaufsort noch lange nicht abgeschlossen. Die Innenstadt etwa wirkte auf Zugereiste wie eine Versammlung von willkürlich aneinandergereiten Gebäuden aus allen Epochen. Durch stetige Wandlung der Innenstadt hat Harburg mittlerweile jedoch einen Aufschwung erfahren und ist ansehnlicher und moderner als je zuvor.
Durch den Bezirk Harburg verlaufen von Norden nach Süden die Bundesautobahn 7 und die Bundesautobahn 1. Vom Autobahnkreuz Hamburg-Georgswerder kommend geht die kurze Bundesautobahn 252 in die Wilhelmsburger Reichsstraße über, die Teil der Bundesstraßen 4 und 75 ist. Diese umgehen als Bundesautobahn 253 die Harburger Innenstadt und führen daran anschließend in südwestlicher Richtung bis zur Anschlußstelle Hamburg-Marmstorf an der A7. Unmittelbar nördlich davon zweigt die Bundesautobahn 261 von der A7 ab. Die Bundesstraße 73 durchquert den Bezirk in West-Ost-Richtung und endet an der Anschlußstelle Hamburg-Harburg-Mitte der A253.
Am Bahnhof Hamburg-Harburg treffen die Eisenbahnstrecken Hamburg-Hannover und Hamburg-Bremen (Rollbahn) mit den Strecken nach Cuxhaven (Unterelbebahn) und nach Hamburg zusammen. Eine Strecke der Hamburger S-Bahn, auf der die Linien S3 und S31 verkehren, führt aus der Hamburger Innenstadt über Wilhelmsburg und die Harburger Innenstadt nach Neugraben im Westen des Bezirks.
Durch Harburg verläuft außerdem der Radfernweg Hamburg-Bremen.
Weiterhin existieren mehrere Gymnasien; Alexander-von-Humboldt-Gymnasium, Friedrich-Ebert-Gymnasium Harburg, Heisenberg-Gymnasium, Kant-Gymnasium sowie das Lessing-Gymnasium Harburg welche in einem gemeinsamen Oberstufensystem zusammen mit der Gesamtschule Harburg http://www.gs-harburg.de organisiert sind.
Am Außenmühlenteich (angelegt von Herzog Otto II. 1565) liegt sowohl der Harburger Stadtpark als auch das Midsommerland (Großes Freizeitbad mit Wasserrutsche und Sauna). Hier entstand auch 1921 das erste Bootshaus des Wassersport-Vereins Aussenmühle, mittlerweile der Wassersport-Verein Süderelbe [1]. Hier findet heute nur noch das Jugendtraining statt, das Hauptbootshaus befindet sich an der Süderelbe.
Im Stadtteil Neuland liegt, nahe der Anschlussstelle Hamburg-Harburg der A1, der Neuländer See. Neben einem Badestrand und Liegewiesen gibt es hier auch eine Wasserskianlage.
Der Bezirk Harburg besteht aus 18 Stadtteilen, die drei Ortsamtsbereichen zugeordnet sind. Die Ortsämter sind Außenstellen des Bezirksamtes, die Ortsamtsbereiche bezeichnen lediglich den örtlichen Zuständigkeitsbereich dieser Dienststellen und stellen darüber hinaus keine Verwaltungseinheiten dar.
Die Phoenix Art Kulturstiftung - gegründet im Sommer 2001 durch die Phoenix AG und dem international renommierten Kunstsammler Harald Falckenberg. Über zwei Stockwerke erstrecken sich die modernen Ausstellungsräume - 2001 gestaltet vom Frankfurter Architekten Roger Bundschuh - auf einer Fläche von mehr als 4000 Quadratmetern.
Der Rieckhof ist ein Kulturzentrum, in dem regelmäßig Konzerte und andere Veranstaltungen (z. B. Volkshochschule) stattfinden.
Das Helms-Museum ist zugleich Hamburger Museum für Archäologie und informiert über die Geschichte Harburgs. Im Hauptgebäude am Museumsplatz ist auch das Harburger Theater untergebracht.
Seit 2000 widmet sich der Kunstverein Harburger Bahnhof im Fernbahnhof (über Gleis 3/4) internationaler zeitgenössischer Kunst.
Im Consortium Harburg gibt es regelmäßig Jazz-Konzerte.
Das Harburger Mahnmal gegen Faschismus von Jochen Gerz ist nur noch durch eine Sichtluke im Eingang der S-Bahn Station Harburg-Rathaus zu sehen.
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